Vier Informationsarten, die als Hebel zur Erreichung von Unternehmenszielen dienen

Informationen gehören für Unternehmen zweifelsohne zu den heterogensten, allgegenwärtigsten und wohl vielversprechendsten Ressourcen. Doch wie können Sie sie gewinnbringend einsetzen? Bevor wir diese Frage beantworten können, müssen wir zunächst ergründen, was Unternehmensinformationen überhaupt sind. Hier bei CAMELOT unterscheiden wir zwischen vier Arten von relevanten Informationen, die innerhalb und außerhalb des Unternehmens existieren.


Werfen wir zuallererst einen Blick auf die wohl älteste aller Informationsarten: nicht greifbare (intangible) Informationen. Informationen finden sich schon seit Menschengedenken als Gedanken und Erinnerungen in den Köpfen der Menschen wieder. Manche Informationen teilen wir dabei mit anderen Menschen, manche behalten wir für uns. Allerdings waren Menschen vor Entwicklung ihrer Fähigkeiten zur Kommunikation über Symbole, Zeichnungen oder Schriftzeichen nicht in der Lage, detaillierte Informationen in analoger Form festzuhalten. Und auch heute noch finden sich viele für das Unternehmen wertvolle Informationen ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeiter. Das Potenzial dieser Informationen bleibt ungenutzt, solange sie für das Unternehmen nicht greifbar sind.

Mit der Zeit aber wurden immer mehr Informationen in analoger Form aufgezeichnet und bewahrt. Damit waren sie auch für andere als analoge Informationen zugänglich. Selbst heute noch gibt es große Mengen an Geschäftsinformationen, die im Unternehmen noch immer in analoger Form vorliegen. Diese Informationen könnten durch Einsatz modernster Technologien analysiert werden, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Mehrwert für das Unternehmen zu generieren.

Als dann Bits und Bytes begannen, die Welt zu erobern, nahm die Digitalisierung ihren Lauf und schreitet seitdem immer schneller voran. Digitalisierung bezeichnet im engeren Sinne den Umzug von Information von einem analogen Medium zu einem digitalen. Im weiteren Sinne bedeutet Digitalisierung aber auch, dass analoge Prozesse (z. B. das Schreiben von Briefen) durch digitale Prozesse (z. B. das Schreiben von E-Mails) ersetzt werden. Dadurch nimmt die Menge an strukturierten und unstrukturierten digitalen Informationen stetig zu. Das globale Phänomen der digitalen Transformation beschleunigt zusätzlich die Digitalisierung: Neue und innovative technologische Möglichkeiten verändern tiefgreifend und nachhaltig alle Bereiche unseres Lebens und schaffen dabei neue Informationsquellen.

Strukturierte digitale Informationen, die in Form von Datentabellen/Datenbanken vorliegen, kommen üblicherweise zur Unterstützung von Geschäftsvorgängen, im Reporting und bei der Entscheidungsfindung zum Tragen. In Hinblick auf diese Informationen sehen sich Unternehmen auch heute noch mit vielfältigen Herausforderungen wie der Harmonisierung und Konsolidierung von Daten sowie der Schaffung von Operational Excellence konfrontiert. Diese Daten bergen ein enormes Kostenvorteils-Potenzial vorausgesetzt, dass sie stets korrekt, vollständig, konsistent, eindeutig und valide sind.

Unstrukturierte digitale Informationen genießen spätestens seit dem großen Hype um Big Data ganz besondere Aufmerksamkeit. Unternehmen möchten in der Lage sein, ihre unstrukturierten Daten (wie Metadaten, Bilder, natürliche Sprache usw.) zu analysieren, um Zusammenhänge abzubilden und zu verstehen, Prognosen abzuleiten oder sogar wünschenswerte Zukunftsszenarien herbeizuführen. Auch im Jahr 2017 stehen viele Unternehmen immer noch am Anfang ihrer Bemühungen, aus unstrukturierten Daten Mehrwert zu schaffen. Es scheint, als wären sie noch nicht in der Lage, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil aus ihren unstrukturierten Daten zu ziehen, auch wenn das enorme Potenzial dieser Art von Informationen weithin bekannt ist.


Trotz der Tatsache, dass sich Informationen auf den ersten Blick als sehr heterogen darstellen, können alle Arten von Informationen ein wichtige Voraussetzungen für das erfolgreiche Erreichen von strategischen Zielen wie Umsatzwachstum, Kostensenkung und neuen innovativen Geschäftsmodellen schaffen. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass nur ein umfassender Ansatz, der alle Informationsarten berücksichtigt, eine langfristig gewinnbringende Nutzung von Informationen erst möglich macht.

Das CAMELOT EIM Framework ist ein integrierter Best-Practice-Ansatz für das Enterprise Information Management, der – aufbauend auf 20 Jahren einschlägiger Beratungserfahrung – eine unternehmensweite Umsetzung, Verwaltung und Steuerung aller Fragen rund um das Thema Information ermöglicht.

Das Framework deckt alle EIM-relevanten Bereiche ab und gibt klare Leitlinien für die Identifizierung, die Bewertung, den Umfang und die Verwaltung aller informationsbezogenen Themen in Ihrem Unternehmen vor.

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written by
Christian Fuchs
Christian Fuchs ist Senior Consultant bei CAMELOT Management Consultants. Sein Spezialgebiet ist das Thema Enterprise Information Management. Im Zeitalter der Digitalen Transformation versetzt er Unternehmen in die Lage Informationen zur Erreichung ihrer Unternehmensziele richtig einzusetzen. Er ist Experte für die Umsetzung ganzheitlicher Lösungen für ein Informationsmanagement nach Best-Practice-Verfahren.

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