Agilität und Geschwindigkeit – das Erfolgsrezept für Unternehmen in einer Welt im Wandel

Es lässt sich nicht leugnen, unsere Welt verändert sich stetig. Das war schon immer so und wird auch immer so sein. Doch das Ausmaß und die Geschwindigkeit, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, übersteigen alles, was wir bisher kannten. Digitalisierung und die digitale Transformation im Besonderen treiben diese Entwicklung unerbittlich voran. Für Unternehmen, die von der Konkurrenz nicht überholt werden möchten, sind Agilität und Geschwindigkeit Voraussetzung dafür, dass Sie auch in unserer schnelllebigen Geschäftswelt schnell auf Veränderungen reagieren können. Aber was soll „agil“ überhaupt bedeuten? Im Prinzip ist jedes Unternehmen agil, das flexibel auf veränderte Anforderungen reagieren kann und dabei auch weiterhin positive Ergebnisse für seine Stakeholder liefert. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Projektziele im Vorfeld nicht in allen Details definiert werden, sondern sich die Spezifikationen über den Projektverlauf hinweg weiterentwickeln.


Heute sind verschiedene agile Verfahren und Methoden geläufig. Diese treten zunehmend an die Stelle der traditionellen Herangehensweise (Anforderung -> Entwurf -> Umsetzung -> Test), um einen agilen Ansatz zu ermöglichen. Scrum und Kanban gehören zu den wohl beliebtesten agilen Methoden. Es gibt jedoch einige Komponenten, die sich überall wiederfinden:

  • Die Grundlage bilden kurze Iterationen – in Scrum spricht man dabei zum Beispiel von Sprints. Ziel ist es, innerhalb eines kurzen Zeitraums von zwei bis vier Wochen etwas von Wert zu schaffen. So sollen Erfahrungen im Umgang mit einem schlanken Prototyp gesammelt, die Lösung anhand von Rückmeldungen angepasst und Misserfolge so früh wie möglich erlebt werden, bevor es zur Verschwendung von hohen Investitionen kommt.
  • Das Feedback vom Kunden wird fortlaufend umgesetzt; ein weiterer wichtiger Aspekt, den alle Methoden gemeinsam haben. Typische agile Herangehensweisen dafür sind Mock-ups oder einzelne Funktionen einer Software, die dem Kunden/Anwender vorgestellt werden.
  • Es herrscht ein offenes Arbeitsumfeld mit täglichen Kurzbesprechungen des Projektteams (das so genannte Daily Stand-up) und Aufgaben werden auf einem physischen oder visuellen Task Board sichtbar gemacht, um für mehr Transparenz zu sorgen und damit alle Teammitglieder jederzeit über den aktuellen Projektfortschritt auf dem Laufenden sind.
  • So wird das Prinzip funktionsübergreifender Teams und der engen Zusammenarbeit aller Stakeholder befördert.

Die richtige agile Methode für Sie hängt von der Art Ihres Projektes ab. In hochinnovativen Projekten bietet Design Thinking einen geeigneten Ansatz. Ist das Projekt stark softwarebezogen (z. B. Erweiterung und Implementierung einer Standardsoftware) kann Scrum die richtige Wahl sein. Der agile Stage-Gate-Prozess® gilt als äußert vorteilhaft in Idea-to-Outcome-Prozessen in unterschiedlichsten Bereichen, so zum Beispiel in der Herstellung physischer Produkte wie in der Luft- und Raumfahrt- oder der Automobilbranche. Es gibt also keinen „One-size-fits-all“-Ansatz, trotz eines großen allgemeinen Bedarfs an einer agileren Projektumsetzung.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass nur wenige der Unternehmen, mit denen wir in der Vergangenheit zusammengearbeitet haben, agile Methoden in allen Einzelheiten wie aus dem Lehrbuch umsetzen. Sie passen sie vielmehr an ihre spezifischen Anforderungen an. Daraus ergibt sich die Herausforderung, dass einerseits die Methode passgenau auf die besonderen Gegebenheiten des jeweiligen Unternehmens abgestimmt werden muss (so zum Beispiel bei Projekten in validierten Umgebungen), die Methode dadurch aber andererseits auch an Wirksamkeit einbüßt und gewisse Potenziale ungenutzt bleiben.


Camelot unterstützt Kunden dabei, das für ihre Umstände maximale Maß an Agilität zu erreichen. Wir unterstützen die Bewältigung dieser Herausforderung, indem wir Anforderungen ermitteln, die richtige Methode auswählen und sie ganz individuell an den konkreten Bedarf anpassen.

written by
Benedikt Schuhwerk
Benedikt Schuhwerk ist aktuell Masterand bei CAMELOT Management Consultants und beschäftigt sich mit dem Thema Agilität im regulierten Umfeld. Er studiert im Masterstudiengang Management, Communication & IT am Management Center Innsbruck. Sowohl mit unternehmerischer Erfahrung durch ein eigenes Start-up Projekt (Fahrradzubehör), als auch durch die Mitarbeit an einer cloud-basierten Lösung im Bereich Asset Management in einem internationalen Konzern hat er bereits unterschiedlichste Projekterfahrung gesammelt.

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