5 Erfolgsfaktoren für eine effektive Beteiligung am Global Data Synchronization Network (GS1/GDSN)

Daten sind die neue Währung, aber die Art und Weise, wie diese Daten verwaltet und ausgetauscht werden, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Denn die Anforderungen an Datentransparenz, Aktualität von Produktinformationen, Nachverfolgbarkeit von Produkten sowie die Einhaltung behördlicher Vorschriften steigen stetig. Wer diesen Anforderungen und Trends nicht aktiv begegnet, riskiert Umsatzeinbußen, eine starke Konkurrenz und hohe Betriebskosten. Darüber hinaus führt eine schlechte Datenqualität zu Kostensteigerungen für alle Akteure innerhalb der Lieferkette. Ein kooperativer Ansatz und Koordination entlang der gesamten Lieferkette ist mittlerweile eine Notwendigkeit. Echte Top-Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in ihre Geschäftsprozesse, Daten-Governance, interne Datenstrukturen und externe Datenkooperationen investieren.


Was ist das Global Data Synchronization Network (GDSN)?

Beim GDSN handelt es sich um „ein Netzwerk interagierender Datenpools“, über das Unternehmen mit ihren Handelspartnern weltweit Daten in Echtzeit austauschen und synchronisieren können. Die Sicherheit des Datenaustausches ist gemäß GS1-Standards gewährleistet. Das GDSN ermöglicht allen Handelspartnern, auf einheitliche Produktinformationen zuzugreifen, Produktklassifikationen zu standardisieren, die Einhaltung von Standards zu überprüfen und Vorschriften zu erfüllen. Zudem bietet sich den Teilnehmern die Möglichkeit, automatische Datenbankupdates zu nutzen, sobald einer der Handelspartner eine Aktualisierung seiner eigenen Datenbank vornimmt. Zu diesem Zweck müssen sich die Teilnehmer bei einem der GS1-zertifizierten und geprüften Datenpools anmelden.


Welchen Vorteil hat das GDSN für Ihr Unternehmen und dessen Stellung innerhalb der Lieferkette?

Unternehmen, die sich am GDSN beteiligen, verzeichnen einen direkten und positiven Zusammenhang zwischen synchronisierten Daten und grundlegenden Geschäftskennzahlen: Die Qualität des Kundenservice nimmt zu, die Umsätze steigen, die Auftragsabwicklung verläuft präziser und bei den Bestandslücken ist ein prozentualer Rückgang zu verzeichnen. Unter dem Strich schaffen synchronisierte Daten Mehrwert, indem sie Kosten senken und den Ertrag steigern.

Abbildung 1: Nutzen des GDSN entlang der Lieferkette

Der Nutzen erstreckt sich auf mehrere Funktionsbereiche wie zum Beispiel die Wertschöpfungskette, die Produkteinführung, das Produktlebenszyklusmanagement, die Verwaltung, den Kundenservice und die Umsatzzahlen. Der Wert, den eine kollektive Zusammenarbeit zwischen Handelspartnern mit sich bringt, liegt noch deutlich höher. Unabhängig davon profitieren alle Akteure entlang der Lieferkette von standardisierten und synchronisierten Daten (siehe Abbildung 1). So haben beispielsweise Zulieferer die Möglichkeit, ihre Lagerbestände automatisch aufzustocken, direkte Rückmeldungen von Vertriebspartnern und Kunden zu erhalten und Transaktionsfehler aufgrund falsch zugeordneter Auftragsdaten zu vermeiden. Für Händler zeigt sich der Wert des GDSN in einer verbesserten Lagerbewirtschaftung und geringeren Bestandslücken. Mit zuverlässigen und aktuellen Produktinformationen optimieren Händler darüber hinaus das Einkaufserlebnis der Kunden und kommen so den Bedürfnissen datenorientierter Konsumenten nach.


Faktoren für eine effektive Beteiligung am GDSN

Bei der Erhebung, Pflege und Weitergabe von Daten geht es nicht nur um Technologien und Systeme, sondern auch um Menschen und Prozesse – die die eigentlichen zentralen Einflussfaktoren darstellen. Unternehmen investieren viel Zeit und Geld, um Datentrends gerecht zu werden. Häufig sehen sie sich am Ende jedoch trotzdem mit enormen Kosten und einer geringen Rentabilität konfrontiert. Deshalb ist es wichtig, die zentralen Herausforderungen und Einflussfaktoren bereits vor Beginn etwaiger Datenaustausch- und Compliance-Initiativen ins Auge zu fassen.

Die Datensynchronisation sollte auf die geschäftlichen Bedürfnisse und Anforderungen abgestimmt werden: Synchronisierte und strukturierte Daten – eine betriebswirtschaftliche Priorität; Vision und Roadmap


Für eine effektive Datensynchronisierung gilt es die betroffenen Stakeholder in den entsprechenden Bereichen zu berücksichtigen: 
Zentrale Funktionen und Aufgaben; Schulungen; Dateneigentümer


Standardisierte und flexible Prozesse, die die Geschäftsanforderungen und die Organisationsstruktur berücksichtigen, sind unerlässlich: 
Datenerhebung auf Grundlage mehrerer Datenpools; Datenpflegeprozesse; Automatisierte Geschäftsprozesse


Für eine Optimierung der Datenstrategie sowie der entsprechenden IT-Lösung ist ein eindeutiges Governance-Konzept unabdingbar: 
Datenintegrität sicherstellen; Datenrichtlinien und -standards; Organisationsstruktur


Für eine nachhaltige und auf Standard basierende Datensynchronisation bedarf es einer engeren Abstimmung mit den IT-Verantwortlichen: 
Integrationsleistungen und Datenstrukturen; Sicherheitsmaßnahmen

 

 


Eine Strategie zur globalen Datensynchronisation in die Geschäftsprozesse zu integrieren, ist also deutlich mehr als nur eine technologische Neuerung. Deshalb ist es sinnvoll, dieses Projekt nicht auf die lange Bank zu schieben.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Unternehmen eine wirksame und effiziente Datensynchronisation umsetzen kann.

written by
Bhavana Jotwani
Bhavana Jotwani ist Beraterin für Enterprise Information Management bei Camelot und unterstützt Unternehmen seit 2015 in allen Fragen rund um die Themen Datenstrategie und Implementierung. In ihren mehr als fünf Jahren internationaler Berufserfahrung hat Bhavana erfolgreich Projekte rund um hochmoderne Technologielösungen, innovative Produktentwicklung, Innovationsmanagement und Projektmanagement realisiert.

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